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Atoll und wandernde Sonne
Pavel Navrátil im Dialog mit Zdeněk Macháček, Miroslav Šimorda und Bohumír Matal

Die Werke des Brünner Malers Pavel Navrátil aus den 50-er bis 80-er Jahren werden in dieser Ausstellung gemeinsam mit Werken seiner Zeitgenossen und Kollegen vorgestellt. Zu sehen sind Navrátils stilisierte Gemälde, abstrakte Kompositionen, der Bildzyklus Pompeji, die Periode tiefen Eintauchens in die Landschaft und auch seine letzten Arbeiten. An den Lebenswegen der vier Söhne Brünns wird das kreative Streben der von Krieg und Kommunismus geprägten Generation gezeigt. Die Künstler reagierten auf die Unbill der Zeit durch Flucht in die Natur und Reflexion natürlicher Vorgänge, des Universums und der Zeit.
22. 2.–29. 4. 2018

1918 – was der Krieg uns nahm und gab…

Die diesjährige Hauptausstellung des Museums der Stadt Brünn versetzt uns ins Jahr 1918 zurück. Sie vermittelt das Ende des ersten Weltkriegs und das Entstehen neuer Staaten in Europa einschließlich der Tschechoslowakei und erinnert an die von der Front nach Brünn zurückgekehrten Soldaten. Die Ausstellung erklärt, welche Auswirkungen der Krieg auf die Gesellschaft und die geopolitische Situation hatte. Auch solch ein tiefgreifender Einschnitt wie der Krieg hatte positive Folgen – neben dem technologischen Fortschritt eben die Geburt des selbstständigen tschechoslowakischen Staates. Das 100. Jubiläum der Republik feiert das Museum mit Erinnerungen an Heldentum und auch Ängste unserer Vorfahren. In sechs Themenkreisen werden im Südflügel der Burg Spielberg an die hundertfünfzig historische Exponate und Fotografien ausgestellt, stumme Zeugen ihrer Zeit.
3. 5.–31. 12. 2018

Visionen der Moderne. Rudolf Sandalo (1899–1980)

Die moderne Architektur der Zwischenkriegs-Tschechoslowakei wird erstmals durch Fotografien von Rudolf Sandalo Jr. aus Sammlungen des Museums der Stadt Brünn vorgestellt. Anlässlich des 100. Jubiläums der Staatsgründung vermitteln diese Bilder die Avantgarde-Architektur der Tschechoslowakei, zum Beispiel die Mährische Bank in Brünn oder das Freibad Grüner Frosch in Trenčianské Teplice. Begleitet wird die Ausstellung durch eine kleinere Präsentation in der Villa Tugendhat, zu deren Ruhm auch Sandalos Fotografien beitrugen.
31. 5.–26. 8. 2018

Ex post

Die traditionelle Glasausstellung auf der Burg Spielberg erinnert indirekt an die Erfolge tschechischer Glasmeister auf der legendären EXPO 58 in Brüssel. Vorgestellt werden Glaskünstler der jüngsten Generation, die im Kontext der neuzeitlichen Kunst an kreative Ideen und Ansätze erinnern, die erstmals gerade auf der Weltausstellung vor 60 Jahren vorgestellt wurden. Drei Absolventen von Ateliers in Prag, Zlín und Ústí nad Labem nehmen in ihren Werken Bezug zu jenem Erbe auf, das die Brüsseler Ausstellung der modernen tschechischen Glaskunst hinterließ.
14. 6.–19. 8. 2018

Das Jahr 1968 in Brünn mit den Augen eines Zensors

Im August 2018 werden 50 Jahre seit der Okkupation der damaligen Tschechoslowakischen sozialistischen Republik durch Armeen des Warschauer Vertrags vergangen sein. Die Ausstellung erinnert daran, was sich in Brünn abspielte und wie der konservative Kern der Kommunistischen Partei und die Okkupationspropaganda darauf regierten. Und es bleibt nicht nur bei der Besetzung – die Ausstellung zeigt auch ihren ersten Jahrestag und die Anfänge der Normalisierung. Ein Teil der Präsentation zeigt das sog. „zweite Leben“ dieses Ereignisses in der Gegenwart, in der die Besetzung von extremistischen Gruppen und konspirativen Webseiten nahezu bizarr erklärt wird. Diese Verzerrung der Geschichte wirkt  heutzutage wie „Orwellsche Realität“.
22. 8.–28. 10. 2018

Marionetten von Pavel und Marie Jirásek

Die historischen tschechischen Marionetten Spejbl und Hurvínek aus der Sammlung des Ehepaars Pavel und Marie Jirásek werden in der Burg Spielberg zum Jahresende zu sehen sein. Advent und Winter gehören auf der Burg traditionell den Kindern. Das Ehepaar Jirásek sammelt seit drei Jahrzehnten Marionetten, trotzdem ist diese Ausstellung die erste Gelegenheit, sie in ihrer Heimatstadt auszustellen. Dabei waren sie bereits in den USA und in China zu sehen. Hergestellt wurden die Marionetten sowohl von Profis als auch Amateuren, immer jedoch mit Liebe zu Kindern und dem Puppentheater und in Ehrfurcht gegenüber dem Handwerk.
22. 11. 2018–20. 1. 2019